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Christophs Blog

Category: Piraten

Die Kuh sagt Muh, das Schaf sagt määh, der Pinguin sagt Tschüss

Kurzfassung:

Ich trete mit sofortiger Wirkung nach über 5 ½ Jahren aus der Piratenpartei aus und lege gleichzeitig alle Beauftragungen nieder. Ich fühle mich in der Partei nicht mehr wohl - im Bund sowie im Land.

Langfassung:

Der Anfang: Vor meinem Eintritt hatte ich begeistert die Kongressaufzeichnungen des CCC der letzten Jahre gesehen und habe unter anderem enttäuscht auf die Politik geschaut. So war ich gegen Vorratsdatenspeicherung, Hackerparagrafen, Störerhaftung, SWIFT Abkommen und so weiter. Vom CCC hörte man immer, dass dieser unpolitisch beziehungsweise parteiunpolitisch sein möchte, was aber nicht ganz so funktionierte. Zum Glück. Irgendwann las ich von der schwedischen Piratenpartei. Ich fand toll, dass sie sich genau um solche Themen kümmert. 2006 las ich dann, dass sich die Piratenpartei in Berlin gegründet hat. Für mich war es in dem Moment schade, dass ich vorher nichts mitbekommen hatte. Im Piratenforum stöberte ich im Sachsen-Anhalt Bereich ein wenig herum, aber verfolgte das dann nicht weiter.

Piraten und #nixgate - meine Meinung

Mal meine Meinung zu dem #nixgate:

Zu aller erst: Bitte nicht immer alles so total ernst nehmen. Die Welt ging nicht unter als Frauen ihre Brüste gezeigt haben und sie wird jetzt auch nicht untergehen, wenn mal ein paar Dienste nicht funktionieren. Einfach mal etwas anderes machen und weniger aufregen.

Dann zur Sache: Erst einmal kann ich die Aktion verstehen. Es ist ein Versuch zu zeigen, dass Teile der IT und Verwaltung nicht mehr mitmacht, wenn es so weiter geht.

Meine Kritik an LiquidFeedback

Seit Anfang des letzten Semesters denke ich viel über die Liquid Democracy Software LiquidFeeback (LQFB) nach. Dabei fallen mir immer mehr Kritikpunkte auf und ich werde damit immer unzufriedener. Ein paar dieser Kritikpunkte möchte ich hier in diesem Blogpost darlegen.

Aber zuvor etwas zu mir, damit der geneigte Leser nicht glauben muss, dass ich totaler “LiquidFeedback Hater” bin. Denn eigentlich mag ich das Konzept und den allgemeinen Aufbau der Software. Ich hörte das erste mal von LQFB als es in Berlin zum Test eingesetzt wurde. Ich las und sah Präsentationen dazu. Schon bevor ich das System das erste mal testete, wusste ich Bescheid, wie es funktionierte und man es bediente. Daher war ich auch sehr begeistert als es bei den PIRATEN in Sachsen-Anhalt eingeführt wurde - damals noch von den Berliner PIRATEN betrieben. Auch wenn ich es nicht administrierte und auch nicht für die Ausgabe der Invite Codes zuständig war, besaß ich doch den Benutzeraccount mit der ID 1. Am Ende des Jahres 2011 wurde ich als Beisitzer in den Landesvorstand von Sachsen-Anhalt gewählt und war nun auch für LQFB zuständig. Leider wurde es so gut wie nicht mehr benutzt. Accounts von ausgetretenen Mitgliedern konnten auch nicht gesperrt werden, weil der damalige Generalsekretär nicht notiert hatte, wem er welchen Code gegeben hatte. Daher musste es neu aufgesetzt werden. Leider dauerte das viel zu lange, weil die Berliner Piraten inklusive des LQFB Zuständigen gerade in den Landtag eingezogen waren. Da machte ich mich über die Einrichtung schlau und setzte LiquidFeedback auf dem Server des Landesverbands auf. Seit dem bin ich für die Administration und Invite Code Vergabe zuständig. Und ich verfechte das System immer noch.

Kommentar: Kommentare auf Webseiten & Blogs

Vorhin habe ich mir den Stream von der openmind angeschaut. In dem speziellen Slot “Kommentarspalten abschalten!” ging es um “Onlinekommunikation, Höflichkeit und Trollmanagement”. Da ich nicht vor Ort war, wollte ich mal ein Kommentar dazu schreiben:

Bei der Webseite der Piratenpartei Sachsen-Anhalt werden sehr selten Kommentare geschrieben. Wenn es mal viele gab, dann waren es oft Beleidigungen/Unterstellungen gegenüber des Landesverbands oder im Artikel vorkommende Personen. Oft waren diese Offtopic. Das Problem: Wenn jemand mit so etwas beginnt, dann verselbständigt sich das und es werden immer mehr Kommentare geschrieben (Antwort auf Antwort auf Antwort…). Seitdem dies passierte, habe ich auf Vormoderation umgeschaltet - ich muss also die Kommentare vorher freigeben. Und das hilft wirklich. Natürlich ist die Diskussion nicht mehr so dynamisch und es entsteht schnell der Eindruck, dass “zensiert” wird.

Piratenkleider für Drupal

Da ich derzeit Semesterferien habe und zwischen den restlichen mündlichen Prüfungen viel Zeit liegt, habe ich mir jetzt vorgenommen, die Seite der Piratenpartei Sachsen-Anhalt endlich mal zu erneuern. Dies war eines meiner größeren Ziele in der Vorstandszeit, die schon Anfang Oktober endet.

Bei einer nicht repräsentativen Umfrage (^^) auf der Mailingliste kam heraus, dass die Leute das Piratenkleider Theme bevorzugen, was auch auf der Webseite der Bundespartei verwendet wird. Dieses wurde erst für Drupal 7 erstellt, dann aber zu Wordpress portiert, weil das Webseiten Team eher Wordpress gewohnt war. Das Repository vom Drupal-Theme verschwand, das Wordpress-Theme erblickte die Welt. Wolfgang Wiese erstellte dann einen Fork, um das Theme barrierefreier zu gestalten und weitere Features hinzuzufügen.