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Cebit 2008

Gestern war ich das erste Mal auf der Cebit. Eigentlich hatte ich mir es ein wenig besser vorgestellt, aber doch war es sehr interessant.

Da die Wege zur Cebit schon die ganze Woche voll waren, fuhr ich mit der S-Bahn zur Messe. War sehr voll, aber viel besser als auf der Autobahn im Stau zu stehen. Also kam ich kurz nach 9 Uhr im Süd-West Eingang rein. Dort war die Messe für Telekommunikation und so – also auch eine Menge Router. Ich interessiere mich ja schon für Router, doch waren das so viele, so dass ich keine Lust hatte diese zu vergleichen bzw. zu schauen ob da etwas neues bei ist. Außerdem fühlte ich mich in dieser Halle gar nicht wohl. Da gab es zu viele Überwachungskameras, wovon mehrere angeschlossen waren. Ich bin sicher jetzt auf irgend einem Band gespeichert.

In dieser Halle ist mir schon ziemlich früh aufgefallen, dass es viele Stände von Japaner oder anderen Asiaten gibt (kann diese nicht unterscheiden). Da um diese Uhrzeit nicht so viel los war, konnte ich ganz langsam machen. Außerdem konnte ich viele Zweier-Gespräche hören, wo man sich über Open-Source unterhielt bzw. der Standbetreiber diese Möglichkeit erklärt hatte. Anscheinend nimmt diese Open-Source Einstellung immer mehr zu.

Am meisten hat mich ja die Linux Halle interessiert. Ein Spruch, den ich von einem anderen Besucher aufgeschnappt habe: „ein Stand mit Linux ist immer gut“, fand ich schon sehr lustig bzw. habe ich ja seine Meinung geteilt. Ich habe ja gerne mal bei Vorträgen zugehört, doch der da war, war nicht gerade interessant. Bei einem Bücherstand habe ich mich auch mal umgeguckt. Ungefähr 80€ hätte ein interessantes Buch gekostet, doch soviel Geld gebe ich nicht aus. Naja die Frau, die da stand, meinte, dass der Arbeitgeber es einen ja bezahlen kann. Ich kann ja mal bei der Schule anfragen, ob die mir das Buch kaufen. 😛 Aber für das Geld könnten sie sich ja selber ein paar Bücher kaufen.

Der Stand „one Laptop for one Child“ war klein, aber auch sehr voll. Hätte man sich eigentlich denken können. Neben an war der „Linux for Africa“, „Amarok“ und „Ubuntu“ Stand (kann sein, dass da noch 1-2 Stände waren). Den Amarok Player habe ich noch nie benutzt, aber der schien gar nicht so schlecht auszusehen. Werde ich mir wohl mal genauer anschauen. Beim Ubuntu Stand wurde einem älteren Herrn Ubuntu gezeigt und erklärt, dass es doch eine sehr gute Alternative zu Windows ist. Der bekam auch gleich eine Live-CD mit. Finde so etwas ganz gut. Naja bei beiden Ständen gab es „Fanartikel“ zu kaufen. Die Ubuntu T-Shirts waren leider ausverkauft. ^^

Der Heise Stand war sehr gut besucht. Dort wurden Vorträge gehalten. Als ich da war, ging es um Sicherheit (auch RFID und so). Habe leider nicht mehr so viel mitbekommen, weil der Vortrag gerade am Ende war, aber schien dem Publikum sehr gefallen zu haben.

Dann gab es noch diese Hallen mit Sicherheitssoftware. Das es so viele Komplett Lösungen für den Windows PC gibt, hätte ich nicht gedacht. Bei einem Stand habe ich sogar die Kompatibilität zu Windows, Linux und Mac gesehen. Naja eigentlich finde ich ja solche Sicherheitssoftware Quatsch. Dann waren da noch zwei Frauen, die Zettel zu Sicherheit ausgeteilt haben. Dachte schon: „Oha, jetzt wird über Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner und Co. informiert“. Aber nein. Als ich das Teil aufklappte, war es irgend eine Software für Windows. Wollte schon zurück gehen und das Teil zurückgeben, da ich Linux benutze. ^^ Naja wäre Quatsch gewesen.

Es gab viel zu Green-IT. Man hat aber beim bloßen Durchlaufen nicht gesehen, wie sie nun Strom sparen. Hätte man sich genauer ansehen müssen. Habe nur gesehen, dass da mehrere größere Displays standen, die den Verbrauch gezeigt haben. Haben sicher wieder ein bisschen Ersparnis ausgeglichen. *gg*

Eigentlich wollte ich mal die Ostdeutschen Stände sehen, da ich ja aus Sachsen-Anhalt komme. Leider fand ich nur den Thüringen Stand und die von Brandenburg-Berlin. Wurde wohl nicht so auffällig gezeigt, woher die jeweiligen Firmen stammen. ^^ Naja Firmen wie SAP sahen eher so aus, als ob die dort nur Kundengespräche machen. Es gab da viele Tische. Firmen wie Microsoft haben sich nach meiner Meinung selber gefeiert. Die Stände von Microsoft waren auch in mehreren Hallen vertreten.

Allgemein muss man sagen, dass es ca 30-40% Frauen-Anteil gab, wo die meisten anscheinend nur Begleitung waren. Auch hat man vielen angesehen, dass sie nur da waren, weil die Messe in der Nähe war bzw. weil ihre Freunde da hin wollten. Ungefähr 80-90% der Aussteller kannte ich nicht, was wohl auch daran lag, dass es sehr viele asiatische Stände gab. Die Türen zu den Hallen waren scheiße. Je weiter man sie aufmachte, desto schwerer wurde es (gab auch Ausnahmen). So hat mich eine Tür schon einmal fast erschlagen. Als ich auf Toilette war, wollte mir der Waschbecken nicht sofort Wasser geben. Ich hätte es wohl aufgegeben, wenn jemand nicht gesagt hätte, dass es automatisch geht (wusste ich ja, aber wollte nicht so doof dastehen. durch weiter runterhalten ging es dann).

Es waren auch sehr viele Frauen angestellt. Ich weiß ja nicht, ob es daran lag, dass sie gut aussehen oder ob man so nicht so viel Lohn geben musste. Aber irgendwie sah man ihnen an, dass sie nicht so die Ahnung hatten, wofür sie überhaupt werben. Außerdem muss noch gesagt werden, dass durch die Cebit wohl eine Menge Bäume dran glauben mussten. So viel Handmaterial, welches ausgegeben wurde und welches auch wieder weggeworfen wurde – da würde sicher heute ein Wald mehr stehen.

Gegen 12 Uhr wurde es dann voller, ich hatte keine Lust mehr und ich merkte, dass mein Körper sich beschwerte, dass er an einem Samstag nicht ausschlafen durfte. So ging es gegen halb 1 wieder nach Hause. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr wieder zur Cebit fahre. Hatte zum Glück ein Frei-Ticket, so dass ich mich nicht über das Geld aufregen brauche.

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