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mehr Öffentlichkeitsarbeit

Irgendwie ärgert es mich ja schon, dass viele keine Ahnung haben, was die Vorratsdatenspeicherung ist und was sie mit einem selber zu tun hat. Ich finde da haben die Medien die Pflicht, Aufklärungsarbeit zu leisten. Man hört kaum was in den Nachrichten. Es wird vielleicht mal kurz erwähnt, aber mehr auch nicht. Es müsste in ihrem Interesse sein, etwas zu tun, da sie selber davon betroffen sind – vielleicht noch stärker als die Privatperson selber.

Ein Lob geht an heise.de. In ihren News konnte ich in letzter Zeit öfters von der ganzen Sache lesen. Sie haben eigentlich schon immer gut davon berichtet. Nur fiel mir dies erst in letzter Zeit so stark auf.

Wenn ich mich aber so erinnere, hat Heise viel davon berichtet, was Herr Schäuble und Frau Zypris für Äußerungen von sich gegeben haben. Da wurde mir schon bei den ersten Worten schlecht. Ich konnte nicht anders, als einfach den Tab in meinem Browser zu schließen.

Dabei frage ich mich in letzter Zeit oft, wie man nur so an Plänen wie Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner und biometrischen Reisepass festhalten kann. Es wurde genug gezeigt, dass einige der Vorhaben verfassungswidrig sind (siehe eingereichte Klage) oder einfach zu „hacken“ sind. Es gibt nur paar Gründe, warum z.B. Herr Schäuble so naiv ist: Entweder ist er etwas geistig zurückgeblieben (sorry, aber es ist ja nur eine Möglichkeit, die herangezogen werden muss, wenn man objektiv bleiben will), kann nicht zuhören, will keine Schwäche zeigen oder es gibt einen (geheimen) Entlastungsgrund, den er aber nicht nennt.

Eins ist sicher: Es müssen mehr Demos – am besten eine große Demo – statt finden. Also so wie sie schonmal in Berlin statt fand. Doch müssen die Medien überzeugt werden, dass sie genug Werbung machen müssen (Nachrichten, vielleicht kostenlose Werbung schalten), so dass viele Leute kommen werden. Es müssen genug Plakate in ganz Deutschland ausgehängt werden und Werbung auf den großen Internetseiten geschalten werden. Außerdem müsste es schon am Wochenende statt finden, so dass die Leute Zeit haben, an- und wieder abzureisen.

Vielleicht wäre es hilfreicher, wenn man versuchen würde, große Unternehmen an Land zu ziehen, die solche Veranstaltungen sponsorn und selber als Vertreter gegen die Vorratsdatenspeicherung Werbung machen.

Aber leider bin ich nur ein kleiner Schüler, der sowas nicht organisieren kann und auch nicht die Zeit hat. Es sollten sowieso viele mithelfen. Wünschenswert wäre es, wenn der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung dies wieder planen würde, aber diesmal die Termine pünktlich bekannt gibt.

Ich selbst interessiere mich für die ganzen Themen, doch habe ich erst kurz vorher gelesen, dass in Hamburg und München was statt findet.

Vielleicht wird es nochmal was. Ich denke man sollte auch erstmal die Reaktion von Karlsruhe abwarten (also wegen Eilantrag etc., vielleicht kurz vor der Bekanntgabe des Ergebnisses eine Demo starten.

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